Agnus Castus - Wie Mönchspfeffer beim Kinderwunsch helfen kann

       Jetzt Kliniken vergleichen       

Allgemeine Informationen

Der als Mönchspfeffer oder Keuschlamm (wörtl. Übersetzung agnus castus - lat. ‚agnus’ = Lamm, und ‚castus’ = keusch) bekannte Strauch wurde bereits in der Antike als Heilpflanze eingesetzt. Im Mittelalter wurden die Früchte des Mönchspfeffers vor allem von Mönchen eingenommen, weil sie die sexuelle Lust mindern und damit dem Keuschheitsgelübde treu bleiben wollten. [1]
Heutzutage ist der Mönchspfeffer ein beliebtes Mittel, welches bei Frauen häufig zur Erfüllung des eigenen Kinderwunsches eingesetzt wird.  

Moderner Gebrauch des Mönchspfeffers

Dein Kinderwunsch Vitex Agnus Castus

Oft wird Mönchspfeffer bei einem unregelmäßigen Zyklus oder starken Regelschmerzen empfohlen. Vielen Frauen, die mit dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) und den einhergehenden Symptomen zu kämpfen haben, kann mit der Heilpflanze geholfen werden. Der Vitex Agnus Castus Extrakt hilft bei zu hohen Prolaktinwerten und senkt diese. Prolaktin ist ein Hormon, welches die Muttermilch-Produktion in der weiblichen Brust anregt. Sollte Ihr Arzt einen erhöhten Prolaktinwert feststellen, kann dies ursächlich für einen verkürzten Zyklus und einen unregelmäßigen Eisprung sein. Mönchspfeffer kann diese Überproduktion bei regelmäßiger sowie längerfristiger Einnahme stoppen und sich positiv auf die Länge des Zyklus auswirken. [2]

Bei Frauen mit zu wenig Gelbkörperhormonen (Progesteron), einem weiblichen Geschlechtshormon, kann Mönchspfeffer ebenfalls helfen. Das Gelbkörperhormon wird unmittelbar nach dem Eisprung produziert und soll helfen, die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Ist es nicht ausreichend vorhanden, kann sich das befruchtete Ei nicht in der Gebärmutter einnisten. Daraus resultiert, dass die betroffene Frau nicht schwanger wird. Sinkt der Prolaktinwert durch die Einnahme von Mönchspfeffer, so steigt der Progesteronwert und das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron wird wiederhergestellt, was für eine Schwangerschaft zwingend notwendig ist. [3]

Frauen, die sich in der Kinderplanung befinden und von oben genannten Symptomen betroffen sind, können sich an Experten ihrer Wahl wenden, um sich ausführlich und individuell beraten zu lassen.

Mönchspfeffer

Wie wird Mönchspfeffer eingenommen?

Wie bei vielen homöopathischen Mitteln sollte Mönchspfeffer bereits zwei bis drei Monate eingenommen worden sein, damit die Pflanze seine Wirkung zeigen kann. Der Hormonhaushalt sollte sich anpassen und regulieren. Zu kaufen gibt es den Wirkstoff des Agnus Castus sowohl in Tablettenform, als Tee oder auch als Tropfen zum Einnehmen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Wenn Sie Mönchspfeffer einnehmen möchten, sollten Sie vorher Ihren Arzt konsultieren. Dieser sollte vorab klären, ob sich hinter der Zyklusstörung vielleicht eine Erkrankung verbirgt. Auch kann er feststellen, ob bei Ihnen ein erhöhter Prolaktinwert vorliegt. Mit der fachlichen Beratung können Sie außerdem herausfinden, ob Mönchspfeffer eine geeignete Methode für Sie darstellen kann. Sollte sich das Thema bei Ihnen speziell auf einen Kinderwunsch beziehen, können Sie Ihrem Arzt diese Gedanken mitteilen und sich weitere Ratschläge einholen.

Zu Nebenwirkungen, die beispielsweise nach einer Überdosierung auftreten können, zählen Hautausschlag oder Durchfall. Weiterhin sollten Sie die Wechselwirkung mit anderen Mitteln in Betracht ziehen. [4]

Mönchspfeffer kann bei entsprechender Dosierung eine hohe Wirkung bei Zyklusproblemen erbringen und sich so positiv auf Ihren Kinderwunsch auswirken.

Weitere Infomationen

Wenn sie mehr über die Behandlungskosten und Erfolgsaussichten bei unseren Partner Kinderwunschkliniken erfahren möchten, können Sie über den Fragebogen einen Termin mit unseren Patientenbetreuerinnen vereinbaren. Die Beratung ist dabei für Sie kostenlos und unverbindlich. 

Hier können Sie mehr über die Möglichkeiten einer künstliche Befruchtung in Deutschland, Spanien, Tschechien, oder Polen erfahren.

Quellen:
1. Stange, Rainer; Kraft, Karin (2009): Lehrbuch Naturheilverfahren, GeorgThieme Verlag, S. 605
2. Mönchspfeffer.info – Unanbhäniger Ratgeber rund um Mönchspfeffer (Vitex Agnus Castus) (2018): Kinderwunsch & Schwangerschaft mit Mönchspfeffer: Es funktioniert. https://www.moenchspfeffer.info/kinderwunsch-schwangerschaft.html 
3. MedUni (2019): Kinderwunsch? Warum es nicht immer auf Anhieb klappt! https://www.meduni.com/kinderwunsch-warum-es-nicht-immer-auf-anhieb-klappt/
4. Norbert M. Borengässer: Agnus castus – Ein Kraut für alle Fälle. In: F. S. Chartulae, W. Speyer(Hrsg.): JbAC. Erg.-Band 28. Münster1998, S. 4–13 (mit Lit.).